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Eine Reise nach Afghanistan – Teil 2

“Children aren't coloring books. You don't get to fill them with your favorite colors.”- Khaled Hosseini, The Kite Runner

 Nach dem langen und erschöpfenden Anreisetag nach Herat, den aufregenden Eindrücken der Fremde Afghanistans und angenehm gesättigt von dem Festmahl, das unsere Gastgeber zu unseren Ehren aufgetischt hatten,  schliefen unsere  shoemates Teammitglieder wie die Murmeltiere.

Bereits der nächste Tag startete ereignisreich. Wir besichtigen zusammen mit unseren Gastgebern ein Heim für körperlich und geistig behinderte Menschen in Herat. Diese Hilfsunterkunft wurden von einem selbst körperlich behinderten Afghanen gegründet und aufgebaut, der aufgrund seiner fortschreitenden Erkrankung nun bis auf die Finger vollständig gelähmt ist. Die Entschlossenheit und das Engagement eines selbst körperlich so eingeschränkten Menschen, beindruckten uns tief.

 Als Nächstes führte uns unser Weg in ein Mädchenwaisenhaus in Herat, das von unserer letzten Spendenschuhverteilung profitiert hatte. Wir wollten die Mädchen, die unsere Schuhe erhalten hatten, besuchen und in Erfahrung bringen, wie es ihnen geht und ob sie mit ihren Schuhen zufrieden sind. Die Mädchen hießen uns freudig willkommen und präsentierten ihre Schuhe, die sie gut über die letzten Monate gebracht hatten. Es war uns eine Freude zu sehen, dass selbst eine kleine Geste, wie ein paar neuer Spendenschuhe, das Leben der Kinder ein wenig bereichern konnte.

 Am dritten Tag überraschten uns unsere Gastgeber mit einer Sightseeing Tour durch Herat. Abgesehen von einem unserer Gründer, der selbst aus Afghanistan stammt, war der Rest unseres Teams noch nie in Afghanistan, beziehungsweise Herat gewesen und war gespannt auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt.  

Die Zitadelle von Herat, ein grandioses, sandsteinfarbenes Bauwerk, das einst von Alexander dem Großen erbaut worden war und nach aufwändiger Restaurierung im Jahre 2011 wiedereröffnet wurde, stand als erstes auf dem Programm.Darauf besichtigen wir Jama Masjid, die über 800 Jahre alte große Freitagsmoschee von Herat. Sie erlebte in ihrer Geschichte wiederholt Zerstörung, Wiederaufbau und Restaurierungen. Die zarten Blautöne der detailreichen Verzierungen und filigranen Elemente der Moschee vor dem strahlend blauen Himmel boten einen unvergesslichen Anblick.

Der vierte und fünfte Tag unseres Aufenthalts war für die Verteilung der Spendenschuhe an bedürftige Schulkinder reserviert. Die Kinder waren zuvor von unserer lokalen Partner-NGO ausgewählt und mit personalisierten Marken versehen worden. Die Verteilung der Schuhe fand auf dem Gelände der NGO selbst statt und verlief sehr ruhig und geordnet.  Viele der Mitarbeiter der NGO können auf jahrelange Erfahrung, unter anderem bei UNICEF, zurückblicken. Zudem erhielten wir Unterstützung von zwei Sicherheitskräften der Regierung, die uns einen reibungslosen Ablauf der Aktion ermöglichten. Insgesamt durften wir der Verteilung von fast 1500 unserer Spendenschuhen beiwohnen.

 Die mit einer Vielzahl von Eindrücken und Emotionen gespickte Reise hinterließ einen bleibenden Eindruck bei unserem Team und bestärkte uns nur darin, weiterhin beherzt auf unsere Ziele mit shoemates hinzuarbeiten, um voraussichtlich bald einer noch größeren Verteilaktion unserer Spendenschuhe beiwohnen zu dürfen und sehr viel mehr  Kindern in Afghanistan mit neuem Schuhwerk  zu helfen.


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Text: Julia

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